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Was ist Skonto?
Skonto ist ein prozentualer Preisnachlass, den ein Rechnungssteller einräumt, wenn der Kunde die Rechnung innerhalb einer verkürzten Frist bezahlt. Übliche Formulierung: „Zahlung innerhalb von 10 Tagen 2 % Skonto, sonst 30 Tage netto." Skonto ist damit ein Werkzeug zur Beschleunigung des Zahlungseingangs und zur Verbesserung der eigenen Liquidität – aber auch ein spürbarer Preisnachlass, der wohl kalkuliert sein will.
Für Handwerksbetriebe ist Skonto zweischneidig: Auf Ausgangsrechnungen mindert es den Umsatz, kann sich aber lohnen, wenn dadurch <GlossaryLink slug="mahnung">Mahnungen</GlossaryLink> und Zahlungsverzögerungen vermieden werden. Auf Eingangsrechnungen (Materialkauf) kann Skonto dagegen 2–3 % zusätzliche Marge bringen – vorausgesetzt, die Liquidität lässt eine schnelle Bezahlung zu.
Warum überhaupt Skonto?
- Schnellere Zahlungseingänge → bessere <GlossaryLink slug="cashflow">Liquidität</GlossaryLink>.
- Weniger Mahnaufwand.
- Signal an den Kunden: „Wir sind vertrauenswürdig, seriös, professionell."
- Beim Materialeinkauf: 2–3 % Skonto entsprechen bei 30 Tagen einer Jahresrendite von 30–36 %.
Praxisbeispiel
Zimmerei Berger stellt eine Rechnung über 24.000 € netto. Skonto-Regel: „2 % innerhalb 10 Tagen, sonst 30 Tage netto." Bei Skontonutzung zahlt der Kunde 23.520 € netto und spart 480 €. Der Betrieb verliert 480 € Umsatz – hat dafür das Geld 20 Tage früher auf dem Konto.
Umgekehrt bezahlt Berger seinen Holzlieferanten immer innerhalb der Skontofrist. Bei einem monatlichen Materialeinkauf von 15.000 € netto und 2 % Skonto sind das 300 € gesparte Kosten pro Monat – 3.600 € pro Jahr. Das ist der Personalaufwand eines halben Monats.
Zusammenhang mit Meisterio
Meisterio unterstützt Skonto auf beiden Seiten. Ausgangsrechnungen können Skonto-Sätze und -Fristen automatisch enthalten (Standard oder pro Kunde individualisiert). Beim Zahlungseingang wird geprüft, ob der Skontoabzug innerhalb der Frist berechtigt war. Für Eingangsrechnungen zeigt der <GlossaryLink slug="cashflow">Cashflow</GlossaryLink>-Bereich, welche Zahlungen fällig sind und wo Skonto noch möglich ist – so bleibt keine 2 %-Chance ungenutzt.
Häufige Fehler
- Skonto ohne Kalkulation – 3 % Skonto sind 3 % weniger Marge. Vorher rechnen.
- Kunde zieht Skonto nach Frist – ohne saubere Prüfung wird das oft toleriert, kostet aber Geld.
- Kein Skonto bei Lieferanten genutzt – ein häufiger Fall in liquiditätsschwachen Betrieben; hier wäre Kreditlinie oft günstiger.
- Skonto auf Netto oder Brutto? – üblich ist Netto (ohne Fracht/Skonto abzugsfähig auf Warenwert). Klar formulieren.
- Widersprüchliche Zahlungsziele – „14 Tage netto, 5 % Skonto binnen 10 Tagen" plus AGB, die anderes sagen. Vermeidet Verwirrung.
FAQ
Wie hoch sollte Skonto sein? Üblich sind 2 % bei 10 Tagen. Höhere Skonti (3 %) nur, wenn die Liquiditätsverbesserung das wirklich wert ist.
Muss ich Skonto anbieten? Nein. Skonto ist ein freiwilliges Angebot des Rechnungsstellers.
Wie berechne ich, ob sich Skonto lohnt? Faustformel: (Skonto % × 360) / (Zahlungsziel − Skontofrist) = effektiver Zinssatz. Bei 2 % / (30 − 10) = 36 % Jahresrendite. Sehr attraktiv.
Was, wenn der Kunde zu spät zahlt und trotzdem Skonto abzieht? Sie können den Skontoabzug nachfordern. Meisterio warnt automatisch bei nicht berechtigten Abzügen.
Skonto auch bei Abschlagsrechnungen? Grundsätzlich ja, wenn im Vertrag/Rechnung vereinbart.
Was ist der Unterschied zu Rabatt? Rabatt wird bei der Rechnungsstellung gewährt (unbedingt). Skonto ist bedingt (an Frist gekoppelt).
Checkliste
- Skonto-Regel klar auf der Rechnung.
- Skonto einkalkuliert (nicht als Marge-Verlust erlebt).
- Prüfung bei Zahlungseingang, ob Frist eingehalten.
- Eingangs-Skonti systematisch genutzt.
- Ausnahmen (z. B. bei Bestandskunden) dokumentiert.
Verwandte Begriffe
Skonto einfacher umsetzen
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